Hier finden Sie Einblicke in die regionalen und überregionalen Fachtage und Veranstaltungen, die der Landesverband für seine Mitglieder organisiert.



Akkordeon Inhalt
Mit Herz und Haltung – Achtsamkeit leben in der Kita
Der Fachtag in der Pädagogischen Hochschule in Weingarten, organisiert von der Fachberatungsstelle Amtzell in Zusammenarbeit mit der Kath. Erwachsenenbildung Kreis Ravensburg e.V. und der Kath. Erwachsenenbildung Bodenseekreis e.V., stand unter einem Leitgedanken, der aktueller kaum sein könnte: Wie gelingt es, im oft herausfordernden Kita-Alltag achtsam zu bleiben – mit sich selbst, mit den Kindern und im Miteinander im Team?
Eingebettet in ein buntes Rahmenprogramm fand am Vormittag ein anregender, impulsreicher Fachvortrag von Sylvia Zöller, der Hauptreferentin des Fachtages, statt. Sie ist u. a. Pädagogin, Fort- und Weiterbildnerin, Beraterin und Coachin und hat den Tag mit ihrer positiven Art und ihrer Fachkompetenz ungemein bereichert.
Am Nachmittag hatten die rund 220 Teilnehmenden – darunter vor allem Leitungen und pädagogische Fachkräfte – die Möglichkeit zum Kennenlernen des Angebots des Religionspädagogischen Instituts (RPI) Weingarten. Außerdem fanden 13 Workshops statt, die das Thema Achtsamkeit in seiner Vielfältigkeit aufgriffen. Hierbei war es den Veranstaltern wichtig, den Teilnehmenden ein breites Auseinandersetzungspotenzial zu bieten, mit Themen wie Umgang mit Verlust und Trauer, Kraftquellen im Alltag auffüllen, Selbstfürsorge betreiben, gewaltfreie Kommunikation und resiliente Kita-Leitungen.
Abgerundet wurde der Tag mit einem Überraschungsbeitrag des Integrationstheaters „Compania Paradox Ravensburg“, die das Thema Achtsamkeit in Bezug auf künstlerisches Gestalten kreativ interpretierten.
Der Fachtag hat eindrücklich gezeigt, dass Achtsamkeit kein zusätzlicher Anspruch ist, sondern eine entlastende Perspektive. Sie hilft, den Blick zu schärfen, Beziehungen zu stärken und auch in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben.


Im Kloster Schöntal sowie im Heinrich-Fries-Haus Heilbronn fand kürzlich je ein Fachtag für pädagogische Fachkräfte aus Kindertageseinrichtungen aus Heilbronn, Schwäbisch Hall, Hohenlohe, Bad Mergentheim und dem Enzkreis statt.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, welche Bedeutung das Wohlbefinden von Kindern für erfolgreiche Bildungsprozesse hat.
Insgesamt nutzten 200 Kita-Fachkräfte die Möglichkeit, neue Ideen und Anregungen für ihre Arbeit in den Kindertageseinrichtungen mitzunehmen.
Als ReferentIn war Sascha Saumweber, Dipl.SozialpädagogIn ReferentIn für frühkindliche Bildung, Marte Meo und Infans Beraterin eingeladen.
Auf Grundlage der pädagogischen Strategien zum Early Excellence Ansatz erläutert Sasha Saumweber in ihrem Vortrag zum Thema „Wohlbefinden und Engagement in der Kindertageseinrichtung als Grundlage für Lernen“ wie eng emotionale Sicherheit, Wohlbefinden und Beziehung mit der Motivation und der Lernbereitschaft von Kindern verbunden sind. Kinder lernen besonders nachhaltig, wenn sie sich in ihrer Umgebung wohlfühlen, ernst genommen werden und aktiv am Geschehen beteiligt sind.
Saumweber stellt dar wie pädagogische Fachkräfte durch eine wertschätzende Beziehungsgestaltung, eine anregende Lernumgebung und durch Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder wichtige Voraussetzungen für Engagement und Lernfreude schaffen können.
Fachkräfte brauchen auch Arbeitsbedingungen, in denen sie sich wohlfühlen und entspannt arbeiten können. Entspannte Fachkräfte wirken sich positiv auf das Lernen und die Entwicklung der Kinder aus. Dafür ist nicht nur das Team, sondern auch der Träger im Sinne von guten Arbeitsbedingungen verantwortlich.
Neben theoretischen Impulsen standen auch praxisnahe Beispiele aus dem Kita-Alltag im Fokus.
Die Fachberaterinnen Sina Spohn und Christa Rieger-Musch, der Fachberatungsstelle Ilsfeld des LV-Kita, boten den Teilnehmenden darüber hinaus Gelegenheit zum Austausch über Erfahrungen aus der Praxis. In einem Walk and Talk konnte das Gehörte und die eigene Erfahrung aus der Arbeit mit den Kindern reflektiert werden.
Das religionspädagogische Institut Heilbronn öffnete die Türen für die Fachkräfte für weiterführende Informationen und Literatur zum Thema.
Mit Veranstaltungen wie diesem Fachtag bietet der Landesverband kath. Kita e.V. für seine Mitglieder ein Angebot, die Qualität der frühkindlichen Bildung weiter zu stärken und pädagogische Fachkräfte in ihrer verantwortungsvollen Arbeit zu unterstützen.
„Das soll wohl ein Witz sein!“ – Humor als Interventionsstrategie und psychohygienischer Erfolgsfaktor bei Elterngesprächen und im Team

„Der Himmel hat den Menschen als Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten (des Lebens) drei Dinge gegeben: Die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.“ (Immanuel Kant)
Lachen, Humor und eine heitere, gelassene Verfassung sind, das steht zweifelsfrei fest, Garanten für eine gute pädagogische Arbeit und psychisch entspannte Pädagogen/innen. Eine der Thesen mit denen Prof. Dr. Alexander Lohmeier aus der Fakultät für Sozialwissenschaften der Technischen Hochschule Rosenheim seinen Vortrag im Bürgerzentrum in Waiblingen eröffnete.
Humor wirkt dabei nach außen als Themen- und Beziehungsöffner und nach innen, indem er für die Psychohygiene der Berufstätigen sorgt. Der Fachtag vermittelte den Leitungen der Kindertageseinrichtungen neben den psychologischen Grundlagen des Humors:
eine praktische Sicht auf die Dinge.

Anhand von Theorie und Cartoons aus unterschiedlichsten Themenbereichen wurden die verschiedenen Konnotationen des Humors, diverse Humortechniken und die „No-Go“s der Komik vorgestellt, immer mit der Maßgabe, im fachlichen Alltag zu einer heiteren Gemütsverfassung zu kommen. Egal, ob Kinder, Eltern, Kolleginnen oder Kollegen, alle haben ein Recht auf Humor und heitere Lebensbetrachtung! Der Humor sorgt schließlich dafür, dass die rigide Fixierung auf Problemen und die negative Betrachtung unserer Umwelt reduziert werden und einer optimistischen Weltsicht weichen. Alle wollen schließlich keine Eltern oder Fachkräfte die wie Woody Allen von sich behaupten: „Die meiste Zeit habe ich nicht besonders viel Spaß. Die restliche Zeit habe ich gar keinen Spaß.“
Von der Fortbildung in den Alltag
Der Landesverband hat in diesem Jahr wieder seine Fortbildungsreferenten und -referentinnen zur gemeinsamen Vernetzung und Wissensgenerierung und zum Austausch eingeladen. Rund 20 Teilnehmende folgten der Einladung und kamen am 24. Februar im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart zusammen.
Nach einer thematischen Einführung am Vormittag mit Informationen aus dem Qualitätsmanagement in den katholischen Kitas des Landesverbands wurde am Nachmittag in interaktiven Gruppenarbeiten das Thema Transfersicherung vertieft. Gemeinsam mit den Mitarbeitenden des LV Kita aus den Referaten Bildungsmanagement, Qualitätsmanagement sowie den Fachberatungen wurde überlegt, wie die Transfer- und Qualitätssicherung in den Einrichtungen zielführend gestaltet werden kann.
Die Teilnehmenden waren sehr angetan von dem spannenden und gelungenen Austausch.



Der Fachkongress Inklusion mit dem Titel “Vielfalt als Chance? Chancen für Vielfalt!” fand mit über 500 Teilnehmern im Hospitalhof in Stuttgart statt.
Alle Infos zu den Vorträgen, den Workshops und zur Podiumsdiskussion sowie viele Fotos finden Sie auf der Kongress-Website.
“Herausforderndem Verhalten begegnen”
Die Fachberatungsstelle Tuttlingen veranstaltete im November einen Fachtag zum Thema „Herausforderndem Verhalten begegnen“ im Konzerthaus Trossingen. Rund 220 Fachkräfte, Leitungen und gesamte Kita-Teams folgten der Einladung, um sich über praxisnahe Ansätze zur Arbeit mit herausforderndem Verhalten in der pädagogischen Praxis auszutauschen.
Als Referent konnte die Fachberatungsstelle den erfahrenen Dipl.-Sozialpädagogen und Buchautor Klaus Kokemoor aus Hannover gewinnen. In seinem Vortrag, der durch anschauliche Praxisbeispiele, Erlebnisse und Videosequenzen ergänzt wurde, vermittelte er eindrucksvoll, wie Fachkräfte in ihrem Alltag mit herausforderndem Verhalten umgehen können. Ein zentraler Punkt seiner Ausführungen war die Bedeutung der sprachlichen Begleitung bei den Aktivitäten der Kinder. Kokemoor betonte, dass es entscheidend sei, die Aktivitäten der Kinder sprachlich zu begleiten, „dem konstruktive Worte“ zu geben, um ihre Handlungen zu unterstützen und positive Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen. Dabei zitierte er den französischen Psychologen Bernard Aucouturier: „Ich interessiere mich für das, was du zu tun vermagst, und nicht für das, was du nicht kannst“.
Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Reflexion der Rolle, die Fachkräfte in der Interaktion mit den Kindern einnehmen. Kokemoor erklärte, dass Fachkräfte sich bewusst sein sollten, in welchem „Raum“ sie sich befinden – sei es im Organisationsraum, im Begleitungsraum oder im Regenerationsraum. Diese Unterscheidung hilft dabei, die eigene Haltung und die Art der Unterstützung gezielt zu reflektieren. Die Selbstreflexion als Werkzeug im pädagogischen Alltag wurde als besonders wichtig hervorgehoben.
Die Teilnehmenden zeigten sich von Kokemoors mitreißendem Vortrag begeistert. „Es hat sich jetzt schon gelohnt“, war bereits in der ersten Pause zu hören – ein klares Zeichen für den hohen praktischen Nutzen der Veranstaltung. Kokemoor hatte mit diesem Vortrag auch das Publikum beim Fachkongress Inklusion des Landesverbands, ebenfalls im November 2025, begeistert (Tacheles berichtete) – dies zeigt einmal mehr, wie groß der Bedarf und das Interesse beim Thema Autismus und Inklusion ist und bleibt.
Der Fachtag bot nicht nur wertvolle Impulse für die Arbeit mit den Kindern, sondern regte auch zum Nachdenken an, wie Fachkräfte von der Ohnmacht zur Handlungskompetenz gelangen können. Fazit: Der Fachtag war ein voller Erfolg und ein bereichernder Tag für alle Beteiligten, der sowohl zum Schmunzeln als auch zum Nachdenken anregte.

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