Zielgruppe:
Pädagogische Fachkraft
Status:
Plätze frei
Veranstaltungsnr.:
2708000020
Beginn:
Do., 04.03.2027, 09:00 Uhr
Referent*in:
Verantwortliche Fachberatungsstelle:
Geschäftsstelle Stuttgart
Veranstaltungsort:
Schönstattzentrum Liebfrauenhöhe
Teilnahmebetrag:
412,00 €
Inklusive Pädagogik nimmt die Vielfalt der Lebenslagen von Kindern, ihren Familien sowie von pädagogischen Fachkräften zum Ausgangspunkt und stärkt die Partizipation der Akteure. Diese durch das Bischöfliche Ordinariat geförderte Qualifizierung vermittelt spezifisches Wissen und praxisnahe Methoden der inklusiven Pädagogik. Vielfalt und Unterschiedlichkeit der individuellen Bildungs- und Entwicklungsvoraussetzungen von Kindern werden beleuchtet und die Beziehungen zwischen den Beteiligten gefördert. Vor dem Hintergrund der aktuellen Fachdiskussion werden alltagsrelevante Handlungsperspektiven eröffnet und der Sozialraum mit in den Blick genommen.
Durch den großzügigen Zuschuss des Bischöflichen Ordinariats gilt für Teilnehmende aus katholischen Einrichtungen der vergünstigte Preis von 412,00 €. In diesem Preis ist auch der „Index für Inklusion" enthalten. Für Teilnehmende aus nicht katholischen Einrichtungen gilt der reguläre Preis in Höhe von 2.412,00 €.
Modul A: Inklusionspädagogische Ansätze und Methodik
Die Qualifizierung in aufeinander aufbauenden Modulen startet mit den aktuellen Perspektiven der Fachkräfte in ihren individuellen und diversen Lebenswelten der Kindertageseinrichtungen. Sie nimmt die Vielfältigkeit in den Blick und erarbeitet Gelingensfaktoren für entwicklungsförderliches und kooperatives Arbeiten.
Über die Verständigung gemeinsamer Ziele einer inklusiven Pädagogik unter Berücksichtigung rechtlicher, fachlicher und verbandlicher Bedingungen werden konkrete Felder der Praxis beleuchtet und alltagsrelevante Handlungsperspektiven entwickelt, die methodisch mit zugänglichen, anerkannten Materialien der Praxisentwicklung genutzt werden können.
Ziele:
Sie kennen die aktuellen Grundlagen inklusiver Pädagogik und die möglichen Rollen und Aufgaben einer Fachkraft für inklusive Pädagogik.
Sie wissen, welche Bedeutung sozialräumliche Beziehungen haben.
Sie können bestehende Felder inklusiver Ansätze in Ihrer Praxis identifizieren.
Inhalte:
Methodische Prämissen für Inklusion
Menschenbild, Entwicklung und Pädagogik: Werte, Vielfalt, Diversität
Rollen und Aufgaben der Fachkraft für inklusive Pädagogik in verschiedenen Zuständigkeitsbereichen
Methoden:
Theorieinputs
Reflexion der individuellen Hintergründe und Ansatzmöglichkeiten
Arbeit im Plenum und in Kleingruppen
Modul B: Inklusion als Prozess: Bedingungen der Zusammenarbeit und Kooperation
Inklusives Arbeiten geschieht in Kooperation mit Eltern, Familien, dem Team und anderen Fachdiensten. Erschwerte Lebenslagen, herausfordernde Verhaltensweisen oder kommunikative Barrieren, z.B. aufgrund verschiedener Entwicklungsvoraussetzungen, familiärer Lebenssituationen oder sprachlicher Diversität, erfordern eine Stärkung der professionellen Haltung sowie sensibles Vorgehen, methodische Unterstützung und kooperative Arbeitsformen. In diesem Modul werden vertiefte Kommunikationsmöglichkeiten mit den im Prozess beteiligten Personen vorgestellt. Zudem werden bewährte Methoden aus dem " Index für Inklusion" beleuchtet und Handlungsideen für die individuelle Praxis weiterentwickelt.
Ziele:
Sie kennen Herausforderungen familiärer Lebenssituationen und Belastungsrisiken.
Sie kennen konkrete Strategien der Kommunikation in erschwerten Lebenssituationen und Möglichkeiten der kollegialen Beratung.
Sie können Schritte der Entwicklung im Team initiieren und nutzbar machen.
Inhalte:
Zusammenarbeit mit Eltern, u.a. in erschwerten Lebenslagen und im Kontext von Mehrsprachigkeit
Kooperation im Team und mit Fachstellen
Kommunikation und Gesprächsführung
Qualitätsentwicklung im Team mit dem "Index für Inklusion"
Methoden:
Inputvortrag
Reflexion im Plenum und in Kleingruppen
Praxisentwicklung
Modul C: Vom Wahrnehmen, Beobachten und Verstehen zum Unterstützen
Die Gestaltung einer Kultur der Vielfalt steht in diesem Modul im Mittelpunkt der differenzierten Beobachtung und bedarfsgerechten Unterstützung des einzelnen Kindes. Die medizinische Diagnostik wird hinsichtlich ihrer Bedeutung für pädagogische Interventionen reflektiert und es werden Möglichkeiten der individuellen Förderung der Kinder mit ihren unterschiedlichen Entwicklungsvoraussetzungen, Lebensbedingungen und Assistenzbedarfen erarbeitet. Neben entwicklungspsychologischen Perspektiven wird auch die sozialökologische Dimension von Interaktionen als zentraler Faktor für gelingende Förderung einbezogen.
Ziele:
Sie kennen Unterschiede im Assistenzbedarf, den Bezug zur individuellen Unterstützung und geeignete Beobachtungsmaterialien.
Sie wissen, wie Interaktionen gefördert werden können.
Sie können das Einrichtungskonzept reflektieren und weiterentwickeln.
Inhalte:
vom Wahrnehmen zum Unterstützen
kindliche Entwicklung und Unterschiede im Assistenzbedarf
Beobachtung und Unterstützung der sozialen Spieltätigkeit und Interaktionsförderung
Beobachtungsverfahren, Situationsanalyse und Förderung
Methoden:
Inputvortrag
Erfahrungsaustausch in Kleingruppen
Praxisreflexion und Methoden der Weiterentwicklung
Modul D: Gestaltung von Übergängen
Übergänge sind häufig Phasen beschleunigten Lernens, aber zugleich auch Zeiten erhöhter Krisenanfälligkeit. Bei Kindern und ihren Familien betrifft dies sowohl die größeren Übergänge von der Familie in die Krippe, die Kindertageseinrichtung und die Schule als auch die Mikrotransitionen im Tagesablauf. Eingewöhnungskonzepte haben sich etabliert und können in ihrer Ausgestaltung an die unterschiedlichen Bedarfe der Kinder sowie an die Hintergründe ihrer Familien angepasst und sozialräumlich reflektiert werden.
Auch im Teammanagement spielen Übergänge eine wichtige Rolle, insbesondere im Hinblick auf wechselnde Teamzusammensetzungen, unterschiedliche Qualifikationshintergründe und die Nutzung von Einarbeitungskonzepten.
Unter diversitätsorientierten Gesichtspunkten werden Möglichkeiten der Weiterentwicklung im Team sowie der Anleitung vertieft.
Ziele:
Sie kennen aktuelle Ergebnisse der Transitionsforschung und der Sozialraumorientierung.
Sie wissen, wie Sie das Konzept für die eigene Einrichtung weiterentwickeln können.
Sie können das Team bezüglich der Transitionsbedarfe qualifizieren.
Inhalte:
Gestaltung von Transitionen und Mikrotransitionen
Sozialraumorientierung in Theorie und Praxis
Kooperation mit Schulen und Vernetzung mit Akteur*innen im Stadtteil
Methoden:
Theorieinput
Praxisreflexion und Weiterentwicklung
kollegiale Beratung
Modul E: Abschlusspräsentation
| Datum | Uhrzeit | Ort |
|---|---|---|
| 04.03.2027 | 09:00 - 17:00 Uhr | Liebfrauenhöhe 3-5, Schönstattzentrum Liebfrauenhöhe |
| 05.03.2027 | 09:00 - 17:00 Uhr | Liebfrauenhöhe 3-5, Schönstattzentrum Liebfrauenhöhe |
| 13.05.2027 | 09:00 - 17:00 Uhr | Liebfrauenhöhe 3-5, Schönstattzentrum Liebfrauenhöhe |
| 14.05.2027 | 09:00 - 17:00 Uhr | Liebfrauenhöhe 3-5, Schönstattzentrum Liebfrauenhöhe |
| 22.07.2027 | 09:00 - 17:00 Uhr | Liebfrauenhöhe 3-5, Schönstattzentrum Liebfrauenhöhe |
| 23.07.2027 | 09:00 - 17:00 Uhr | Liebfrauenhöhe 3-5, Schönstattzentrum Liebfrauenhöhe |
| 30.09.2027 | 09:00 - 17:00 Uhr | Liebfrauenhöhe 3-5, Schönstattzentrum Liebfrauenhöhe |
| 01.10.2027 | 09:00 - 17:00 Uhr | Liebfrauenhöhe 3-5, Schönstattzentrum Liebfrauenhöhe |
| 02.12.2027 | 09:00 - 17:00 Uhr | Liebfrauenhöhe 3-5, Schönstattzentrum Liebfrauenhöhe |
| 03.12.2027 | 09:00 - 17:00 Uhr | Liebfrauenhöhe 3-5, Schönstattzentrum Liebfrauenhöhe |
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